Meine Afrikaner

Für mich einer der schönsten Prachtfinken überhaupt, der Veilchenastrild

Hier möchte ich nach und nach meine afrikanischen Prachtfinken vorstellen welche ich in meinen beiden Gemeinschaftsvolieren halte. In der grossen Voliere ist es eine inzwischen sehr gut harmonierende Gruppe, bestehend aus Prachtfinken, Witwen und Weber. Ich verzichte auf die wissenschaftlichen Beschreibungen der Vögel, da Ihr sicher alle genügend Lesestoff in den Fachbüchern oder auf dem Internet findet. Vielmehr, möchte ich zu den entsprechenden Arten, meine eigenen Erfahrungen welche ich über die vergangenen 3 Jahre gemacht habe kurz niederschreiben. Gleich zu Anfang möchte ich zwei Afrikaner vorstellen, welche mich schon immer fasziniert haben und zu meinen Lieblings-Prachtfinken gehören. Es sind dies Veilchenastrild und Granatastrild, welche mich beide durch ihre einzigartigen Farben und ihre Eleganz faszinieren. Eines haben alle meine Prachtfinken, Witwen und Weber gemeinsam wie ich dies auch in der Wildnis Afrikas, immer wieder beobachten konnte, nämlich wie Prachtfinken meist am Boden und an Grashalmen nach Futter suchen und wie sie oft und gerne baden. Deshalb füttere ich am Boden und fixiere halbreife Samenstände und Kolbenhirse an Schilf und Bambusstäben, was wieder eine tolle Beschäftigungstherapie für die Vögel ist. Badewasser gibt es zweimal täglich frisch und wird mehrmals täglich fleissig genutzt. 

Veilchenastrild
Bereits im Frühling 2019 machte ich mich auf den verschiedensten Vogelbörsen Foren schlau, denn ich wusste Veilchenastrilden dürfen in meiner Afrika Gruppe auf keinen Fall fehlen. Schliesslich wurde ich bei einem namhaften, belgischen Züchter fündig und konnte 3 Paare dieser schönen Prachtfinken kaufen. Trotz vielen Warnungen und Beschreibungen in der Literatur, gab es nie Probleme in der Gemeinschaftshaltung zusammen mit nahen Verwandten wie Blaukopf-Astrild oder Granatastrild. Dies auch wohl deshalb, weil es in beiden Volieren viele Rückzugsmöglichkeiten und Verstecke gibt, sollte es doch mal zu Agressionen kommen. Veilchenastrilde sind wärmeliebende Vögel und sonnen sich gerne. Bei mir während den warmen Jahreszeiten im Fenster mit Vorsatzgitter oder aber sehr gerne auh vor der Osram Vitalux Lampe mit komplettem UV Strahlen Spektrum. Veilchenastrilde sind nach guter Eingewöhnung und genügend Wärme, eigentlich recht robuste Prachtfinken. Ich gestehe es freut mich ganz besonders, dass es zwei meiner Veilchen Paare gelungen ist erfolgreich zu brüten und Junge aufzuziehen und so durfte ich mich seit der Zuchtperiode 2021 bis Heute an insgesamt 13 Jungvögel erfreuen. Insbesondere weil die Nachzucht dieser Prachtfinken Art nur selten gelingt. Ich züchte mit allen Vögeln im Winter ab November bis März, was in etwa der Brutzeit im südlichen Ostafrika entspricht. Ich meine halt, dass die Brutzeit irgendwie noch genetisch verankert ist. 
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5 junge Veilchen auf einen Streich, nach zwei ungeglückten Bruten eine wirklich freudige Überraschung. Veilchenastrilden lieben es freistehende Nester zu bauen oder benutzten wie auf dem Foto rechts gerne solche Floristen Dekokugeln aus Weide oder Rebe. Besonders schwierig, wie so oft bei heiklen Arten ist das richtige Mass an Aufzuchtfutter, um den Bruttrieb irgendwie unter Kontrolle zu halten. Zudem war ich wohl zu neugierig und meine zu genaue Putzerei half wohl auch nicht, denn immer wieder wurden Junge auch noch nach einer Woche aus dem Nest geworfen. Nun hoffe ich auf weitere erfolgreiche Bruten im kommenden Winter.
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Granatastrild
Dieser aus dem südlichen Afrika stammende Prachtfink begeistert mich durch die, wie auch beim Veilchenastrilden sehr spezielle Farbkombination des Gefieders. Diese Farben und sein elegantes Wesen erinnern mich oft an Pariser oder Mailänder Haute Couture.
Leider haben meine beiden Paare noch nie Interesse an der Brut gezeigt und leider habe ich inzwischen eine Henne verloren. Ich finde diesen Prachtfinken noch heikler und anspruchsvoller in der Haltung und wie der Veilchenastrild, sind Granatastrilde sehr wärmeliebend und sonnen sich gerne. Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf und würde mich sehr freuen wenn mir auch hier die Nachzucht gelingen würde. Ich würde mich natürlich über Tipps und Ratschläge erfahrener Züchter sehr freuen, welche ebenfalls Granatastrilde halten und welche vielleicht bereits schon Zucht- Erfolge mit diesen einzigartigen Prachtfinken verzeichnen durften.

 
Blaukopfastrild
Dieser nahe Verwandte der beiden erst genannten Prachtfinken fasziniert mich genauso durch seine intensive hellblaue Gefieder Färbung. Trotz vielen Berichten in der Fachliteratur, dass dieser Prachtfink mit Seinesgleichen oder nahen Verwandten agressives Verhalten zeige, kann ich dem so nicht zustimmen. Vielleicht ist es durch den Lebensraum in der doch recht grossen Voliere, bislang kaum zu gefährlichen Streitigkeiten gekommen und beide Paare haben in der vergangenen Zuchtsaison ihre Nester gebaut und das eine Paar hat auch erfolgreiche Junge gross gezogen. Die Nester waren weit auseinander und so kamen sich die in Brutstimmung befindenden Hähne auch nie gross in die Quere. Natürlich wurde die unmittelbare Nähe der Nester verteidigt aber dies tun ja eigentlich alle Vögel. Zur selben Zeit brüteten die Veilchenastrilden und zogen danach ihre Jungen gross auch da kam es nie zu Auseinandersetzungen. 
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